Konzept

Die wichtigste und erste Zielsetzung der Arbeit im Kinderschutzdienst ist, den Schutz vor Gewalt für die Betroffenen sicherzustellen.

Kindorientierung

Das Kind oder der Jugendliche steht im Mittelpunkt der Beratung. Die spezielle kindorientierte Arbeitsweise richtet sich nach den Bedürfnissen des Kindes und des Jugendlichen. Die Motivation des jungen Menschen ist dabei ausschlaggebend für den weiteren Hilfeprozess. In Abhängigkeit von Alter und Entwicklungsstand werden das Kind oder der Jugendliche an der Hilfeplanung beteiligt. Bezugspersonen werden nach Möglichkeit in die Beratung einbezogen.

Die Fachkraft achtet darauf, dass das Wohl und die Bedürfnisse des Kindes/des Jugendlichen - insbesondere in der Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Personen - artikuliert, bewusst gemacht und ernst genommen werden.

Ganzheitlichkeit

Kinder und Jugendliche werden nicht auf ihre Gewalterfahrungen reduziert, sondern in ihrer vollständigen Persönlichkeit und innerhalb der gesamten Lebenssituation betrachtet. Die Einbeziehung der unmittelbaren Lebenswelt stellt ein unterstützendes Element zum Schutz und zur Stabilisierung sowie zur perspektivischen Lebensplanung des Kindes/des Jugendlichen im Beratungsprozess dar.

Ressourcenorientierung

Die persönlichen Stärken und Fähigkeiten der Kinder bzw. Jugendlichen und die Unterstützungsmöglichkeiten des sozialen Umfelds, sind die Ansatzpunkte in der Arbeit mit den Betroffenen – sowohl zur Sicherstellung des Schutzes als auch in der Beratung. Dazu gehört auch die Entwicklung einer neuen Lebensperspektive, für die die Berücksichtigung der Ressourcen betroffener Kinder und deren Familien von großer Bedeutung sind. Damit die betroffenen Kinder ihre Gewalterfahrungen aufarbeiten können und sie zugleich in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden, werden z.B. Trainings zu den Themen Gefühle, Ressourcen, Selbstbehauptung und Gewaltvermeidung angeboten.

Prozessorientierung

Der Zeitpunkt der Thematisierung bestimmter Inhalte (Erlebnisse), ebenso wie die Beratungsdauer, werden von der jeweiligen Bedürfnis- und Problemlage des Kindes bzw. Jugendlichen mitbestimmt. Sie werden von der Fachkraft im Hinblick auf den persönlichen Stabilitätszustand abgewogen.

Niedrigschwelligkeit

Der Kinderschutzdienst ist für Hilfesuchende ohne zeitliche und bürokratische Hürden zu erreichen. Ein erster persönlicher Kontakt erfolgt ohne lange Wartezeiten. Die wöchentliche flexible Sprechzeit wird auf dem Anrufbeantworter angesagt bzw. können dort Nachrichten hinterlassen und es kann um einen Rückruf gebeten werden.

Kontakt

Kinderschutzdienst Landkreis Altenkirchen

Brückenstraße 5a
57548 Kirchen

Fon (0 27 41) 93 00 - 46/ - 47
Fax (0 27 41) 93 00 48
E-Mail: hilfe@kinderschutzdienst.de

 

Ihre Ansprechpartnerin im DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz

Christina Gohl
Referentin Kinder, Jugend und Familie
(0 61 31) 28 28 1313
c.gohl@lv-rlp.drk.de