DRK-Kinderschutzdienst Altenkirchen freut sich über großzügige Spende und investiert in neue Beratungsstelle

08.04.2021

(v.l.n.r): Petra Baldus, Daniela Weber, Lucia Stupperich, Melanie Jung und Marco Müller.

Energieversorger EAM unterstützt wichtige Arbeit vor Ort

Große Freude beim DRK-Kinderschutzdienst Altenkirchen. Mit einer Förderung von 1.800 Euro unterstützt die EAM die wichtige und wertvolle Arbeit der Einrichtung. "Wir freuen uns unglaublich über diese sehr großzügige Spende. Der Umzug in unsere neue Beratungsstelle steht unmittelbar bevor und wir möchten das Spiel- und das Jugendzimmer weiter ausgestalten. So kommt das Geld direkt bei den Kindern und Jugendlichen an", sagte Melanie Jung vom DRK-Kinderschutzdienst Altenkirchen bei der offiziellen Spendenübergabe. Marco Müller, Leiter des EAM-Regionalzentrums Süd, betonte: "Als kommunales Unternehmen haben wir gesellschaftliche und soziale Verantwortung in der Region und engagieren uns für Menschen, die besonderer Unterstützung bedürfen." Müller überreichte einen Scheck an Petra Baldus, Lucia Stupperich, Daniela Weber und Melanie Jung - und damit an das gesamte Team des DRK-Kinderschutzdienstes Altenkirchen. Im Anschluss nutzten alle dann die Gelegenheit ins weitere Gespräch zu kommen und die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen. 

Im Rahmen des Termins lud der DRK-Kinderschutzdienst Altenkirchen zudem zu einem Pressegespräch ein. Darin wurde die schwierige Situation von Kinder und Jugendlichen während der Corona-Pandemie mehr als deutlich: So sind die Fallzahlen von 77 auf 96 im Corona-Jahr 2020 gestiegen. Die Dunkelziffer dürfe noch höher liegen waren sich die Mitarbeiteinnen des Kinderschutzdienstes Petra Baldus, Melanie Jung, Lucia Stupperich und Daniela Weber einig.

Erschwerend kommt hinzu, das externe Kontrollinstanzen wie Lehrer*innen oder Erzieher*innen wegen des Lockdowns viele Alarmzeichen nicht wahrnehmen können. "Schule ist viel mehr als nur ein Ort der Bildungsvermittlung", so Petra Baldus, "dort erfahren die Kinder Zuwendung, Tagesstruktur und Kontakte". Oft seien daher Familien betroffen, die schon vor der Pandemie prekär waren, da habe es aber diese externe Entlastung noch gegeben. "Die Schulen zu schließen wäre eine Katastrophe", betonte Lucia Stupperich. Denn dann würden gefährdete Kinder überhaupt nicht mehr gesehen und es gebe auch niemanden, der hinsehen kann. 

Deshalb hat sich das Team aus Pädagoginnen, Psychologinnen und Sozialpädagoginnen vorgenommen mehr denn je eine verlässliche Anlaufstelle für betroffene Kinder, Jugendliche und ihre Angehörigen zu sein. Und so freuen sich die vier umso mehr, dass mit dem Einfamilienhaus auf dem Brühlhof in Kirchen eine neue Beratungsstelle gefunden ist. Im April 2020 hat zudem der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz die Trägerschaft des Kinderschutzdienstes übernommen. Nun finden Betroffene die Ansprechpartnerinnen des DRK-Kinderschutzdienstes Altenkirchen in schönen, hellen und sicheren Räumen "Im Buschert 20, 57548 Kirchen".

Über den DRK-Kinderschutzdienst Altenkirchen:

Der DRK-Kinderschutzdienst Altenkirchen ist im Landkreis Altenkirchen der Fachdienst für Kinder und Jugendliche, die von Vernachlässigung oder von körperlicher, sexualisierter, psychischer oder seelischer Gewalt betroffen oder bedroht sind. Kinder, Jugendliche und deren Angehörige werden hier von qualifizierten Fachkräften betreut. Die erste und wichtigste Zielsetzung der Arbeit ist, die Betroffenen vor Gewalt zu schützen. Der DRK-Kinderschutzdienst Altenkirchen arbeitet kindorientiert und betrachtet die Betroffenen in ihrer vollständigen Persönlichkeit innerhalb ihrer gesamten Lebenssituation. Die Mitarbeitenden unterstützen sie ihre Gewalterlebnisse zu verarbeiten und neue Lebensperspektiven zu entwickeln.